Grannies for future Köln

...auch im Alter aktiv für das Klima



Seite wird gerade umgebaut, weitere Hinweise unter


"Aktuelles"






Hier waren wir schon:



Im Kölner Norden
                    

Rheinromantik in Bodennähe – eine Exkursion ins Naturschutzgebiet Rheinaue Langel-Merkenich

 

Das fast 250 Hektar umfassende Naturschutzgebiet erstreckt sich westlich von Leverkusen entlang des Rheins zwischen Langel im Norden und Merkenich im Südwesten.
Wir wählen den Zugang vom Heizkraftwerk Merkenich. Dort erwartet Hubert Sumser unser Grüppchen von etwas mehr als 20 Menschen. Er ist für heute unser sachkundiger Führer des NABU. Er hat in und um Köln viele Kartierungen der Pflanzenwelt vorgenommen und kennt die Bodenpflanzen und Bäume - wir leider nur aus dem Lexikon.

Hubert Sumser
in Aktion








Gleich am Anfang unserer Wanderung Entsetzen: Da reißt der Naturschutzreferent doch glatt das erste gelbe Blümlein aus dem Boden - das früh blühende Scharbockskraut! Zeigt´s herum und isst gleich ein paar der kleinen Wurzelknöllchen. Die gehörten wegen ihres Vitamin C - Gehalts früher zum Reiseproviant der Seeleute, um Skorbut zu bekämpfen. Überhaupt liebt Herr Sumser es kulinarisch:  Ein paar Schritte weiter in der Flussaue findet er frischen Lauch für uns. Rüdiger Nehberg hätte seine Freude.

Es folgen Götterbäume und Feldgehölze und ein kies- und sandgesäumtes Rheinufer, das zu den Industrieanlagen auf der gegenüberliegenden Seite in einem merkwürdigen Kontrast steht. Mit Blick auf Leverkusen ärgern wir uns nochmals über die unkontrollierten Einleitungen des Löschwassers der jüngsten Katastrophen. Es gibt so viel zu tun!

Den Botaniker interessiert natürlich die Pflanzenwelt der Roten Liste – meist  Bodennahes und sehr kleine Pflänzlein auf dem Magerrasen des Industriegebietes. Wir haben Schwierigkeiten, die letzten ihrer Art überhaupt zu erkennen. Das meiste und artenreichste Leben findet sich im Totholz, werden wir aufgeklärt. Eben deshalb wird es in den Auen belassen. Es ist tröstlich, dass wenigstens die Natur sich gegenseitig stützt und nützt.

Herr Sumser hat für uns ehrenamtlich und honorarfrei gearbeitet. Dafür danken wir ihm. Das geführte Grüppchen füllt beim Picknick einen kleinen Klingel- oder Raschelbeutel. 200 € werden auf Wunsch des Referenten den Fridays for Future für den nächsten globalen Klimastreik am 25. März 2022 überwiesen. Schön, wenn die Wünsche so übereinstimmen!


Klimapark in Bilderstöckchen

Der Klimapark zeichnet sich durch die Anpflanzung von Obstbäumen, vornehmlich alter rheinischer Sorten, seine Wildblumenwiesen und Flächen ohne menschlichen Eingriff aus. Mittels dieser verschiedenen Biotope strebt die Bürgergruppe um Dirk Strödel seit dem Jahr 2017 an, eine große Artenvielfalt zu etablieren.

Umgeknickte Weiden und Brombeergebüsch sind die wilden Teile des Parks. Menschliche Eingriffe durch die hier aktiven Anwohner sollen die Natur gezielt unterstützen. So zum Beispiel die Benjeshecken aus Totholz oder die Wildbienenhäuser. Selektiv wird gemäht bzw. gesenst und es werden die Obstbäume der alten Sorten geschnitten und gezogen. In den letzten Sommern waren die Aktiven viel mit Gießkannen unterwegs.

Die Entstehungsgeschichte des Parks hat Höhen und Tiefen, es gibt in der Bevölkerung vielfältige Nutzerinteressen, die nicht immer mit Natur- und Klimaschutz im Einklang stehen. Auch die Stadt Köln redet ein Wörtchen mit. Insgesamt entsteht und wächst hier aber eine bürgerschaftliche Leistung für das Stadtklima, die im Verbund von Bürgern, ansässigen Unternehmen und der Stadt zu Recht Anerkennung gefunden hat.

Wir danken Dirk Strödel und seine Unterstützer für seine Gastgeber- und Informatorenrolle. 

Kontakt: https://www.klimapark-koeln.de/#das-projekt


E-Mail
Anruf
Karte
Infos